Bindu 19

Artikel aus Bindu Nr. 1

Yoga

- und etwas Grundlegendes über die Anwendung von Yogastellungen (Asana)

Yoga handelt von der Kunst des Lebens. In sich selbst ruhen zu können und Balance im Leben zu haben, Balance zwischen Aktivität und Ruhe, zwischen Spannung und Entspannung, zwischen dem Inneren und dem Außeren.

Yoga handelt auch davon, fähig zu sein zurückkehren zu können zu dieser Balance, wenn diese für einen Augenblick verschwunden oder für eine Weile ganz vergessen sein sollte. Und dazu gebrauchen wir u.a. die Stellungen des Yoga genannt Asana.

Wir werden in dieser und kommenden Nummern von Bindu eingehender über einzelne Stellungen und Programme schreiben. Wir beginnen damit einen Grundriß aufzuzeichnen.

Oft wird Yoga als eine Art Gymnastik aufgefaßt. Aber im Gegensatz zu Gymnastik, wo die Bewegung das Grundliegende ist und nicht immer gleichermaßen bewußt ausgeführt wird, werden die Yogastellungen unter großer Ruhe und mit voller Aufmerksamkeit ausgeführt - und sie werden nicht Übungen sondern Stellungen genannt. Sie basieren sich auf ein zeitloses Wissen wie der Körper funktioniert, für sich alleine und im Zusammenhang mit dem Geiste und der psychischen Energie. (siehe z.B. den Artikel über den Kopfstand).

Hier wollen wir uns auf eine Vorgehensweise beschränken: Wenn ein Muskel gestreckt gehalten wird, so sinkt seine Spannung, mehr und mehr je länger man ihn gestreckt hält - der Muskel entspannt sich. Das kann man konstatieren, indem man die Muskelspannung mißt während man sich in der Stellung befindet. Aus diesem Grunde steht oder sitzt man in jeder Yogastellung mehrere Minuten völlig still, und mit einer Folge von verschiedenen Stellungen kann man buchstäblich alle Muskeln im Körper erreichen.

Man strengt sich nicht an, sondern geht so weit in die Stellung hinein wie der Körper es zuläßt und bleibt dort für eine Weile. Nach und nach sinkt die Spannung so weit, daß es möglich wird weiter in die Stellung zu kommen. Auf diese Weise werden alle Yogastellungen mit ein wenig Übung angenehm auszuführen.

Asana geben ein unmittelbares Erlebnis von Wohlbefinden und auf längere Sicht geben sie eine gute Gesundheit und machen den Geist konzentriert - aber die Stellungen haben ein weiteres Ziel: Sie bereiten den meditativen Zustand vor und verstärken ihn.

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