Bindu 22

Artikel aus Bindu Nr. 4

Ein Refugium in Südschweden

Ferien am Kurszentrum Håå

Einmal pro Woche oder an einem Wochenende zu Yoga und Meditation zu gehen ist eine Sache. Etwas ganz anderes ist es, sich für eine Periode wirklich zu vertiefen.

In den Kulturen überall auf der Welt ist es bekannt, daß man sich für eine Periode zurückziehen kann und mit Hilfe bestimmter Techniken und unter günstigen Verhältnissen sich öffnen kann für erhöhte Klarheit, Energie und Inspiration. Das kann unserem Alltag eine ganz andere Fülle geben und wir können etwas völlig Neues über uns selbst entdecken.

In der esoterischen Tradition Europas z.B. lebten die Alchimisten periodenweise in einem Refugium, um in Ruhe und Frieden, in einem kreativen Milieu, allein oder zusammen mit anderen, sich ihren Übungen und Studien hingeben zu können. Im modernen Japan ist es Sitte, daß sich sogar Geschäftsleute und Beamte für kurze oder längere Zeit in einem Kloster aufhalten, um sich zu vertiefen. Die Indianer, die Eskimos und die Aboriginals pflegten zu allen Zeiten ein oder mehrere Male in ihrem Leben in Abgeschiedenheit zu leben. Eine der wenigen lebenden Traditionen, die das Refugium mit Vertiefung und esoterischem Wissen kombinieren ist tantrisches Yoga und Meditation.

In unserer Gesellschaft hat Interesse an diesen Techniken seit dem Beginn des Jahrhunderts bestanden. Heute ist es mittlerweile üblich geworden, daß Angestellte von Krankenhäusern, Schulen und Betrieben in Yoga und Meditation unterrichtet werden.

Was die mystische Tradition kennzeichnet ist gerade das Mystische, nicht verstanden als etwas Merkwürdiges oder Fremdes, sondern als eine Wissenschaft, in der das Grundlegende nicht das Verstehen des analytischen Verstands ist, sondern eine Vertiefung, die auf der Fähigkeit basiert zu erleben und gegenwärtig zu sein.

"Der Geist ist nur eine dünne, flimmernde Dimension Deines Wesens." (Swami Janakananda)

Vielleicht entspricht dies der Behauptung der modernen Wissenschaft, der Mensch benutze nur 10% des Potentials seines Gehirns. Durch Yoga und Meditation wird langsam und sicher eine Balance und Stärke geschaffen, um tiefere Aspekte des eigene Wesens zu erleben, und damit die Grundlage für eine klarere Wirklichkeitsauffassung und größere Freiheit.

Aber damit ein Vertiefungsprozeß möglich werden kann, muß man gründlich und systematisch zu Werke gehen. Auf den Kursen in Håå ergänzen wir Yoga und Meditation mit körperlicher Aktivität z.B. im Wald oder auf dem Feld. Zusammen mit den Reinigungstechniken und einer Schweigeperiode schaffen der Unterricht sowie die Aufmerksamkeit und das Interesse des Einzelnen einen Prozeß, der in einer höheren Ganzheit aufgeht.

Um auf dieser Ebene unterrichten zu können, bedarf es des bestmöglichen Rahmens für den Kurs oder das Refugium. In der Yogatradition wird der Ort, wo dies geschieht, Ashram genannt, was man übersetzen kann mit: Spirituelle Werkstatt oder Laboratorium.

1972 gründete der dänische Yogi Swami Janakananda den Ashram im Dörfchen Håå, am Ufer eines Sees in Småland. Hier unterrichten er und die Lehrer, die der Schule angeschlossen sind, Yoga, Tantra und Meditation - eine Tradition von deren Ursprung man auch in Europa und im Norden deutliche Spuren findet, und die heute als ein wichtiger Teil unseres Kulturerbes reetabliert wird. Omkarananda

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