Inhalt und Aufbau

Die Yogalehrer-Seminare

Der Weg ist das Ziel

Ein grundlegender Teil der Ausbildung sind drei Yogalehrer Seminare pro Jahr. Sie finden jeweils im Mai, August und Dezember am Kurszentrum Håå in Südschweden statt. Nach abgeschlossener Ausbildung gilt die Teilnahme an diesen Seminaren als Fortbildung.

Die Seminare werden von Swami Janakananda gemeinsam mit den erfahrenen Lehrern der verschiedenen Zweigstellen der Schule geleitet.

Neben der Praxis von Yoga, Meditation und Satsang hat jedes Seminar ein Schwerpunktthema, um welches es in den Klassen und Diskussionen geht. Die Seminare sind intensiv und dienen dazu, die Meditation und die Einsichten der einzelnen Lehrer zu stärken.

Auch Gastlehrer unterrichten auf den Seminaren. Regelmässig finden Fortbildungen wie Erste-Hilfe-Kurse, Brandschutz und -vorbeugung (geleitet von der Feuerwehr) sowie ein Kurs in Nahrungsmittel- und Küchenhygiene statt (wir betreiben am Kurszentrum Håå eine Grossküche).

Die 4 Hauptmodule der Ausbildung:

Shatkarma, die Hatha Yoga Reinigungstechniken (Nasenspülung, Darmspülung etc.); Asana (Yogastellungen) und ihre Wirkung auf Körper, Geist und Psyche; Yoga als Therapie
Pranayama (Atemübungen); Prana (Vitalenergie); Nadi und Chakra (Energiebahnen und -zentren); Mudra und Bandha (Haltungen und Verschlüsse, d.h. Methoden zur Beeinflussung und Harmonisierung des Energiezustandes von Körper und Geist)
• Entspannungstechniken des Yoga ( Yoga Nidra und Shavasana)
• Konzentrationsübungen ( Dharana) und Meditationstechniken ( Dhyana)

Der Weg ist das Ziel

Der praktische Teil

Ziel von Ausbildung und Training sind persönliches Wachstum und Einsicht, gegründet auf einer soliden Kenntnis von Yoga und Meditation. Deshalb ist das Fundament der Ausbildung die tägliche individuelle Praxis von Yoga und Meditation. Zusätzlich nehmen die Auszubildenden an mindestens einem Abendkurs pro Woche und jährlich an einem der intensiven Kurse am Kurszentrum Håå teil.

Desweiteren begleiten die Auszubildenden erfahrene Lehrer im Unterricht - zunächst passiv und später als Unterrichtsassistent oder Hilfslehrer. Bevor der angehende Yogalehrer dann eigene Kurse unterrichtet, übt er zuerst in sog. ‚Yogalehrer-Klassen’ die Unterrichtssituation ein und wertet anschliessend in der Gruppe seine Erfahrungen aus.

Nicht alles wird durch Yoga und Meditation erreicht, die alltägliche Aktivitäten, auch Karma Yoga genannt, sind sehr wichtig.

In Karma Yoga findet ein kontinuierliches Training von Aufmerksamkeit, Kommunikation und Zusammenarbeit statt.

Im Rahmen von Karma Yoga lernst du außerdem die verschiedenen Aufgaben kennen, die beim Betreiben einer Yogaschule anfallen, wie z.B. Computerarbeit, Lay-out, Verteilen von Broschüren, Büroarbeit und Kommunikation mit den Kursteilnehmern, Verwaltung, Planung von Kursen, Kochen, Putzen, Buchführung, Beratung und - selbstverständlich – Unterrichten.

In der Yogalehrerausbildung arbeiten wir praktisch mit den Fähigkeiten, die für eine gute Leitung notwendig sind: Überblick durch das Handhaben von verschiedenen Aufgaben, Intuition durch persönliche Praxis, Routine in der Kommunikation und eine bewußte Haltung zu Verantwortung. Das Training im Zusammenhang mit Karma Yoga ist nicht von Vorneherein festgelegt, sondern es entwickelt sich als ein persönlicher Verlauf, entsprechend den Fähigkeiten und Voraussetzungen - auf gleiche Weise wie die Dynamik einer gesunden Organisation. Tatsächlich erlebe ich, daß die Ausbildung eine Essenz hinter dem Ganzen berührt, die tiefer geht als alle Führungstheorie und Kommunikationsanalyse. Es ist die spontane Fähigkeit, in einer bestimmten Situation gegenwärtig zu sein und zu handeln, ohne irgendein bestimmtes Motiv zu haben. Paradoxerweise paßt diese Haltung nicht zu einer Gesellschaft, die auf Konkurrenz aufbaut - ein Leiter ohne ein bestimmtes Motiv... (Uri in Bindu Nr. 7)

Der praktische Teil der Ausbildung besteht also aus verschiedenen Elementen, u.a.:

• selbständige Yoga und Meditationspraxis (alleine und in der Gruppe) Teilnahme an Kursen

• Unterrichtsassistenz

• praktischer Unterricht, d.h. die Auszubildenden unterrichteten andere Aspiranten und erfahrene YogalehrerInnen

• Unterrichten eigener Kurse (in regelmässiger Rücksprache mit erfahrenen LehrerInnen)

• Administration und Organisation einer Yogaschule

• Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

Der theoretische Teil

sowohl in den Yogalehrer-Klassen der verschiedenen einzelnen Schulen als auch auf den Lehrerseminaren in Håå erarbeiten wir u.a folgende Themen:

• medizinisch-wissenschaftliche Forschungen
• Anatomie, Physiologie, Psychosomatik
• Unterrichtsgestaltung und Pädagogik
• Quellenschriften (Hatha Yoga Pradipika, Gerandha Samhita, Yoga Sutras, etc.)
• Yogische Grundbegriffe des Sanskrit
• Grundkenntnisse über Schwangerschaft und häufig auftretende Schwangerschaftsbeschwerden; Besonderheiten für Schwangere, die an regulären Kursen teilnehmen

Interessierte Aspiranten haben außerdem nach ca. 2 Jahren Unterrichtserfahrung die Möglichkeit, sich zu den Themen ‚Yoga für Schwangere’ und ‚Yoga nach der Geburt’ weiterzubilden.

Kurszentrum Håå
SE-340 13 Hamneda • Schweden
Email • Tel. +46 372 55063 • Fax +46 372 55036